Felix Walner
 
Charlotte Walner  v.Deuten-Stiftung

Drucktechniken

Felix Walner gehörte zu jener Generation Hamburger Künstler, deren künstlerische Anfänge in den dreißiger Jahren liegen, und die nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen 35 und 50 Jahre alt sind. Die meisten dieser Künstler bekannten sich nach dem Krieg zu einer Künstlervereinigung.

Walner hat sich keiner weiteren Gruppierung – ausgenommen der "Griffelkunst" Hamburg – angeschlossen.

So setzte er seine künstlerische Arbeit weitgehend eigenständig fort. In seinem künstlerischen Schaffen wird er entscheidend von den Erfahrungen und Folgen der Weltkriege geprägt. Nur sechs Jahre nachdem er sich als freier Maler und Grafiker in Hamburg niedergelassen hat, setzt der Zweite Weltkrieg ein. Er gerät in Kriegsgefangenschaft (Frankreich) und sein Atelier – mit allen bis dahin geschaffenen Werken – wird durch Bomben völlig zerstört. Die intensiven Auseinandersetzungen mit gesellschaftspolitischen Fragestellungen finden sich thematisch in vielen Bildern – insbesondere in seinen Holzschnitten und Radierungen. So illustrierte er zwei von ihm geschriebene Geschichten, die vom Nachkriegsalltag sozial benachteiligter Menschen handeln, mit über 200 Holzschnitten, die zum Teil von der Stiftung als Edition unter dem Titel „ALMA“ und "Für Euch" wieder aufgelegt wurden.

Nach dem Krieg setzte eine rasante Entwicklung der neuen Drucktechniken ein – vor allem der Siebdruck beeinflusste viele Künstler. Auch Felix Walner versuchte sich im Siebdruck, der zu seiner Zeit eher eine experimentelle als reprotechnische Qualität bot.